Der Auftragsmörder

Der Auftragsmörder

Laut einer Statistik wird jeder vierte Mord von einem Auftragsmörder begangen .

(www.unknown-quantity.de) Es genügen ein Foto, ein paar Angaben über das Opfer mit

dem Tagesablauf und der Auftragsgeber kann sich sicher sein, dass der Mörder seine Arbeit

erledigt. Die Bezahlung variiert, liegt aber ungefähr im Rahmen von 50 000 Euro.

Experten schätzen, dass in jeder europäischen Metropole bis zu 20 Auftragsmörder

arbeiten. Sie werden oft von ganz normalen Bürgern angeheuert und bezahlt. Die Männer,

die als Auftragsmörder arbeiten, sind Männer, die oft eine entsprechende Ausbildung

besitzen, präzise und unauffällig zu töten. Sie arbeiteten früher oft als Soldaten, Polizisten,

Leibwächter oder stehen im engen Kontakt mit Gruppen so genannten Gangs und

organisiertem Verbrechen. Es wurde nachgewiesen, dass viele Auftragsmörder die Taten

emotionslos durchführen können. Grund dafür ist ein Defekt, eine sogenannte Anti -

Soziale Persönlichkeitsstörung. (www.unknown-quantity.de)

Die Auftragsmörder haben spezielle Waffen, die sie bevorzugen. Daher kommt es, dass bei

Auftragsmorden fünfmal öfter Schusswaffen eingesetzt werden als bei herkömmlichen

Morden. Ein besonderer Grund liegt darin, dass Schusswaffen schnell und zuverlässig

töten. Außerdem sind sie sehr klein und handlich und die Auftragsmörder können sie gut

verstecken und entsorgen. Die zweite Waffe, die von Auftragsmördern benutzt wird, ist der

stumpfe Gegenstand. In der Regel kommen oft Eisenstangen oder Baseballschläger zum

Einsatz. Der Vorteil dieser Art von Waffe besteht darin, dass sich ein Schlag mit einem

stumpfen Gegenstand nicht zurückverfolgen lässt. Für Polizisten erscheint der Mord dann

eher als ein Raubüberfall, da diese Art von Waffen sehr ungewöhnlich ist für einen

Auftragsmörder. Die organisierten Verbrechergruppen beschäftigen die Auftragsmörder,

kennen aber auch Leute von außerhalb, die alleine arbeiten. Zudem erscheint eine

Möglichkeit, einen Auftragsmörder zu finden und zu engagieren im Gefängnis zu sein. Die

Chancen, dort auf jemanden zu stoßen, der Auftragsmörder ist oder Kontakt zu einem

Auftragsmörder herstellen kann, liegen etwa bei 65 %. (www.unknown quantity.de)

Demzufolge gibt es Möglichkeiten für jeden Menschen einen Auftragsmörder zu

engagieren. Die meisten Personen in Deutschland, die Auftragsmörder anheuern, sind

betrogene oder verlassene Liebespartner. Nach einer Studie geben hauptsächlich Frauen,

die verlassen worden sind, Morde in Auftrag. Das Opfer hierbei ist nicht etwa der Partner,

sondern hauptsächlich die neue Lebensgefährtin von ihm. Dies sind meist schnelle und

unbedachte Reaktionen der verlassenen Partner und solche Taten scheitern oft bereits in

der Planungsphase. Grund hierfür ist, dass die Auftraggeber öffentlich fragen, um einen

Ausführenden der Mordtat zu suchen und dabei an verdeckte Ermittler oder einfache

Betrüger geraten. Oft erzählen sie auch Verwandten und Freunden von ihren Vorhaben und

werden an die Polizei verraten. In Russland werden Auftragsmörder angeheuert, um

Geschäftspartner zu beseitigen und in Brasilien, um die Straßen von lästigen Kriminellen

zu befreien. Ein sehr bekannter Auftragskiller ist Richard Kuklinski der hauptsächlich

unter seinem Pseudonym


The Iceman bekannt ist.

Richard Leonard Kuklinski

Richard Leonard Kuklinski (Abb.6) hauptsächlich

amerikanischer Schwerverbrecher der polnische und irische Wurzeln hatte. Er wurde am

11.April 1935 in Jersey City geboren und starb am 5.März 2003 in einem Flügel des St.

Francis Medical Centers in Trenton, New Jersey.

italienisch - amerikanische Verbrecherfamilien und tötet in 30 Jahren über 200 Personen.

Dies macht ihm zu einem der bekanntesten Auftragsmörder in der Geschichte. Sein

Markenzeichen war das Einfrieren der Leichen und somit die Verschleierung des

Todeszeitpunktes. Mit diesem Ritual führte er die Ermittler 30 Jahre lang in die Irre.

Richard Leonard Kuklinski wurde im Arbeiterviertel von Jersey City geboren. Die Eltern

Stanley und Anna Kuklinski misshandelten und schlugen ihn und seinen Bruder Florian,

der 1940 an einer Verletzung, die ihm der Vater zugefügt hatte, starb. Die Eltern legten den

Fall damals gegenüber den Behörden so dar, dass Florian die Treppen heruntergefallen

wäre. Diese Erlebnisse begannen, in Richard Kuklinski ernorme Aggressionen auszulösen.

Im Alter von 13 Jahren beging er seinen ersten Mord, als er einen Anführer einer kleinen

Kinderbande mit dem Kleiderbügel verprügelte und erschlug. Mit Anfang 20 lernte

Iceman

zusammen zu arbeiten. Er fing klein an mit Überfällen und dem Handel von

pornografische Filmen. Doch Kuklinski bekam mehr und immer größere Aufträge von

DeMeo. Da DeMeo sehen wollte, ob Kuklinski bereit sei zu morden stellte er ihm eine

Bewährungsprobe. Er sollte wahllos einen Spaziergänger mitten ins Gesicht schießen.

Kuklinski meisterte die Prüfung und selbst DeMeo war überrascht angesichts der ruhigen

Art und Weise Kuklinskis und gab ihm den Namen

tötete er über 200 Personen, eine genaue Zahl gaben die Behörden nie bekannt. Während

seiner Tätigkeit als Auftragsmörder heiratete Kuklinski Barbara Pedrici, mit der er drei

Kinder bekam hatte. Er schaffte es, seinen Nebenjob vor Frau und Kindern geheim zu

halten. Vor seiner Familie und den Nachbarn trat er immer als erfolgreicher Geschäftsmann

auf. Die Ermittler kamen Kuklinski auf die Spur, als er eine Leiche nicht vollständig

auftauen ließ und somit klar wurde, dass sie keines natürlichen Todes gestorben sei. 1986

wurde Kuklinski festgenommen. Die Ermittlungen begannen bereits 1980. Ein Undercover

Agent lockte Kuklinski, indem er ihn beauftragte, einen Mord durchzuführen.

The Iceman genannt, war einThe Iceman arbeitete für mehrereTheRoy DeMeo, ein Mitglied der Gambino Familie, kennen und fing an, mit ihmThe Iceman. In den nächsten 30 JahrenThe Iceman

überprüfte diesen Mann nicht vollständig und somit hatten die Ermittler genügend Beweise

gegen Kuklinski in der Hand. Er wurde zu zwei lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt.

Während seiner Haft wurde Kuklinski von verschiedenen Leuten über sein Leben als

Auftragsmörder interviewt. Es wurden zwei Dokumentarfilme gedreht und 2006 erschien

auch ein Buch über

starb Kuklinski eines merkwürdigen Todes.

aufgefunden. Er hätte ein paar Stunden später gegen einen Mafioso namens Salvatore

Gravano, der wegen Mordes verdächtig war, aussagen sollen. Die Mediziner stellten aber

fest, dass Kuklinski eines natürlichen Todes gestorben sei und die angeordnete Autopsie

bestätigte dies. Somit gab es keine Aussage Kuklinskis und Salvatore Gravano wurde

freigesprochen.
 

The Iceman (www.culturforen.de). Am 5.März 2006 um etwa 1:15 UhrThe Iceman wurde tot in seiner Gefängniszelle

 Werner Pinzner

Werner Pinzner (Abb.7) zählt zu den sogenannten Auftragsmördern. Er wurde 1947 in

Hamburg-Bramfeld geboren. Pinzner war der Sohn eines Rundfunkmechanikers und der

Filialleiterin eines Supermarktes. Die Schule hatte er abgebrochen. Im Jahre 1964 fuhr

Pinzner zur See. Zwei Jahre später arbeitete er für einige Wochen als Fahrer. Hiernach fuhr

er nochmals kurz zur See und lernte seine erste Frau kennen. Im Jahre 1970 wurde er zu

einer kurzen Freiheitsstrafe verurteilt. Ein Jahr später wurde seine Tochter geboren. Werner

Pinzner arbeitete danach als Gerüstbauer, Fliesenleger und Schlachter. Im Jahre 1975

beteiligte er sich an einem Überfall auf einen Supermarkt. Dabei wurde der Leiter des

Supermarktes erschossen. Im September 1975 wurde Pinzner festgenommen und zu einer

zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Bevor es zur Verurteilung kam, lernte er seine zweite

Frau Jutta kennen. Er saß neun Jahre der Strafe in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel ab.

Danach wurde er zum offenen Vollzug in die Justizvollzugsanstalt nach Vierlande verlegt.

Während er dort war lernte Pinzner Personen kennen, die eine gewisse Bedeutung im

Rotlichtmilieu von Hamburg Sankt-Pauli hatten. Pinzner kam auch mit Drogen in Kontakt.

Während des offenen Vollzugs konnte er sich einen Revolver beschaffen. Diesen hatte er in

seinem Schließfach im Gefängnis hinterlegt. Im Juni 1984 beteiligte er sich als Freigänger

mit zwei Komplizen aus dem Umfeld des Rotlichtmilieus an einem Raubüberfall auf einen

Geldboten. Im Folgemonat beging Pinzner seinen ersten Auftragsmord. Im Juli 1984

wurde Pinzner aus dem offenen Vollzug entlassen. Innerhalb von 14 Monaten erfolgten

mehrere Auftragsmorde. Pinzner wurde als Auftragsmörder im Rotlichtmilieu tätig. Sein

Auftraggeber war vor allem ein Zuhälter mit dem Spitznamen Wiener-Peter. Seinen ersten

Auftragsmord beging Pinzner am 7. Juli 1984. Die Exfrau von Jehuda Arzi (ehemaliger

Bordellbesitzer) und dessen Tochter baten Pinzner darum, Arzi zunächst einen Finger

abzuschneiden. Damit sollte er Arzi einschüchtern. Dieser hatte seine Exfrau und seine

Tochter mit deren Vergangenheit als Bordellbesitzerin erpresst. Pinzner erklärte, dass er

Arzi für 40000 DM töten würde. Zusammen mit einem Komplizen begab er sich nach Kiel

und erschoss Arzi. Aus Mangel an Beweisen konnte Pinzner nicht überführt werden. Ein

weiteres Opfer war Peter Pfeilmaier, genannt Bayern-Peter. Dieser war Teilhaber mehrerer

Bordelle. Diese Clubs dienten dem illegalen Glücksspiel, dem Konsum von Kokain durch

die Mitglieder und der Organisation des Rauschgifthandels. Pfeilmaier entwickelte sich zu

einem wirtschaftlichen Risiko für seinen Partner, da er zunehmend seinen eigenen

Kokainkonsum betrieb und sich geschäftsschädigend im Bordell verhielt. Pinzner wurde

mit der Ermordung Pfeilmaiers beauftragt. Am 12. September 1984 wurde Pfeilmaier mit

einem Kopfschuss getötet. Weitere Opfer waren Dieter Traub sowie Waldemar Dammer

und Ralf Kühne. Am 15. April 1986 wurde Pinzner verhaftet. Zwei Prostituierte hatten

konkrete Aussagen zu Pinzner gemacht. In der ersten Vernehmung gab Pinzner zu, dass er

acht Morde begangen hatte. Dem Staatsanwalt erzählte er später, dass er elf Menschen

getötet habe und zur Aussage bereit wäre. Seine Bedingung war allerdings, dass er noch

einmal einen ungestörten Tag mit seiner Frau Jutta verbringen dürfe. In mehreren

Vernehmungen sollte Pinzner zu fünf Morden Angaben machen und zu den Strukturen im

Rotlichtmilieu St. Pauli aussagen. Pinzner wurde am 29. Juli 1986 in das alte Hamburger

Polizeipräsidium gebracht. Die Anwesenden waren Pinzner, seine Frau Jutta, seine

Rechtsanwältin, zwei Polizeibeamte, eine Schreibkraft und der Staatsanwalt Wolfgang

Bistry. Mithilfe der Rechtsanwältin hatte Pinzners Frau Jutta eine Schusswaffe (Abb.8) ins

Polizeipräsidium geschmuggelt. Diese ergriff Pinzner und erschoss den Staatsanwalt

Bistry. Die Polizeibeamten konnten den Raum verlassen und Pinzner verbarrikadierte die

Tür. Er telefonierte mit seiner Tochter und erschoss dann seine Frau Jutta und schließlich

sich selbst (Abb.9). Der Anwältin wurde später der Prozess gemacht. Sie wurde wegen

Beihilfe zum Mord zu sechs Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Ihre Zulassung zur

Rechtsanwältin wurde ihr vorübergehend entzogen. Umfangreiche Ermittlungen erfolgten,

um die Hintermänner der Tat zu fassen. Deshalb untersuchte die Polizei das Büro der

Rechtsanwältin. Gleichzeitig führten im Dezember 1986 etwa 350 Polizeibeamte und

mehrere Staatsanwälte eine Großrazzia in Hamburg, Ahrensburg, Braunschweig und auf

Mallorca durch. Dabei kam es zu drei Verhaftungen und mehreren Festnahmen. Im Jahre

1989 wurden der Auftraggeber Wiener-Peter und zwei Komplizen von Pinzner zu

lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Im Februar 2000 wurde der Auftraggeber nach

Österreich ausgewiesen. Der Fall Pinzner erregte erhebliches öffentliches Aufsehen. Sein

Fall wurde Bestandteil einer Ausstellung der bekanntesten Kriminalfälle der Hamburger

Kriminalgeschichte. (vgl. www.wikipedia.org)

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